Reishi – Therapie bei coronabedingter Müdigkeit

Einleitung

Die weltweite Verbreitung von COVID-19 hat nicht nur gesundheitliche, sondern auch zahlreiche psychologische Auswirkungen auf die Bevölkerung. Eine der häufigsten langfristigen Begleiterscheinungen nach einer überstandenen COVID-19-Infektion ist die sogenannte "coronabedingte Fatigue" – anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung. Bei der Suche nach natürlichen Ansätzen zur Linderung dieser Symptome hat der Reishi-Pilz an Bedeutung gewonnen.

Die Geschichte des Reishi:

Der Reishi (Ganoderma lucidum) zählt zu den bedeutsamsten Heilpilzen und zu den ältesten Arzneimitteln der Menschheit. Er kommt weltweit vor und wächst vorwiegend auf Laubbäumen – sein Lieblingsbaum ist die Eiche. Im deutschsprachigen Raum hört der Reishi auf den Namen "Glänzender Lackporling", während er in der chinesischen Volksmedizin als magischer "Ling Zhi" seit etwa 4.000 Jahren für Heilzwecke genutzt wird. Dort gilt der Reishi als Symbol für Gesundheit, Langlebigkeit und spirituelle Kraft. Anders als z. B. der Shiitake oder der Austernseitling, die sowohl Heil- als auch Speisepilz sind, zählt der Reishi nicht zu den Speisepilzen. Er ist ein reiner Heilpilz, seine Konsistenz ist sehr hart, und er schmeckt überdies bitter. Dass der Reishi dennoch so viel Popularität erlangt hat, spricht für seine ausserordentliche Heilkraft.

Reishi und das Immunsystem:

Eine der entscheidenden Komponenten in der Auseinandersetzung mit coronabedingter Fatigue ist die Unterstützung des Immunsystems. Der Reishi-Pilz enthält eine Vielzahl von bioaktiven Verbindungen, darunter Polysaccharide, Triterpene und Sterole, die nachweislich das Immunsystem stärken können. Die Polysaccharide im Reishi stabilisieren das menschliche Immunsystem so gut, dass zahlreiche Erreger keine Chance mehr haben. Die Triterpene schützen den Reishi selbst vor dem Befall von Mikroorganismen und wirken im Körper stark antibakteriell, beruhigend und entzündungshemmend. Im Reishi wurden etwa 140 hochaktive Triterpene gefunden, die u. a. der Leberinsuffizienz entgegenwirken, die Histaminfreisetzung dämmen (daher vor Allergien schützen) und sowohl den Bluthochdruck als auch die Cholesterinwerte senken. Zusätzlich stärken die Triterpene das Herz-Kreislauf-System und beugen der Tumorbildung vor. Und doch ist die Heilwirkung des Reishi – wie bei allen anderen natürlichen Arzneimitteln – nicht auf einzelne Wirkstoffe, sondern auf die Gesamtkomposition zurückzuführen. Im Gegensatz dazu wird in der Schulmedizin meist danach getrachtet, einzelne Wirkstoffe zu isolieren und in Form eines Medikaments teuer zu vermarkten. Im Falle des Reishi sind jedoch erfreulicherweise immer mehr Wissenschaftler daran interessiert, die Wirkungsweise des gesamten Heilpilzes bzw. des Reishi-Extraktes zu erforschen, so dass der Reishi inzwischen zu den bestuntersuchten Heilpilzen der Welt gehört und in der Studiendatenbank PubMed mit mittlerweile weit über 1000 Studien gelistet ist.

Antioxidative Wirkung:

Die antioxidativen Eigenschaften des Reishi-Pilzes sind ebenfalls von Interesse. Antioxidantien helfen dabei, schädliche freie Radikale im Körper zu neutralisieren, die durch Entzündungen und oxidative Stressreaktionen entstehen können. Dies könnte dazu beitragen, den allgemeinen Gesundheitszustand zu verbessern und die Regeneration nach einer Infektion zu fördern.

Kombinationstherapien wirken oft besser

Viele chinesische und japanische Heiler schwören übrigens auf Reishi-Kombinationstherapien. Schon Aristoteles hat erkannt, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile. Daher wird Reishi oft gemeinsam mit anderen Heilpilzen verabreicht, da hier in vielen Fällen die Kombination gegenüber einer isolierten Einzelgabe sinnvoller erscheint. So wird z. B. der Hericium meist gemeinsam mit Reishi bei chronischen Schmerzen erfolgreich eingesetzt, während Reishi und Cordyceps besonders geeignet sind, um Burnout-Symptome und allgemeine Schwächezustände anzugehen, chronische Lungenerkrankungen zu behandeln oder die Leistungsfähigkeit zu steigern.

Dosierung und Anwendung:

Für den Behandlungserfolg ist es wichtig, dass sowohl die Anwendungsform, die Dosierung als auch die Auswahl des Präparates individuell mit einem erfahrenen Arzt oder Heilpraktiker abgesprochen und in die übrige Therapie eingepasst wird.

Fazit

Die Wirkung von Reishi bei coronabedingter Fatigue ist ein vielversprechendes Forschungsfeld, das noch weiter erkundet werden sollte. Während erste Studien und Erfahrungsberichte positive Ergebnisse nahelegen, ist es wichtig zu betonen, dass der Reishi-Pilz nicht als Ersatz für medizinische Behandlungen angesehen werden sollte. Er kann jedoch als Teil eines umfassenden Ansatzes zur Unterstützung der Genesung und zur Stärkung des Immunsystems in Betracht gezogen werden.

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